"Für die Bürger wird sich nichts ändern"
Am 1. Januar 2004 wird das Freiberger Polizeirevier
in einen Posten umgewandelt
Zuffenhausen/Freiberg. Im Januar bekommt das Polizeirevier Zuffenhausen
Zuwachs: Das Revier in Freiberg wird vom Revier in einen Polizeiposten
umgewandelt (wir berichteten), der Stadtteil Freiberg wird Zuffenhausen
zugeordnet. Ausnahme ist Steinhaldenfeld, für das in Zukunft das Cannstatter
Revier an der Wiesbadener Straße zuständig sein wird. Auch Zazenhausen,
wo es keinen Posten gibt, wird in Zukunft komplett vom Zuffenhäuser Revier
betreut. Bislang kümmerte sich das Zuffenhäuser Revier nur um den Ortsteil
vor dem Bahnviadukt, der andere Ortsteil gehörte polizeitechnisch zu Freiberg.
"Für die Bürger wird sich eigentlich nichts ändern", sagt Polizeisprecher
Hermann Karpf, "die Ansprechpartner bleiben die gleichen." Die Einsätze
der Streifenwagen würden ohnehin im Führungs- und Lagezentrum an der Hahnemannstraße
koordiniert, "die Fahrzeuge werden genauso schnell wie bisher vorort sein",
so Karpf. Bei einem Notfall würde durch das moderne Leitsystem stets derjenige
Wagen alarmiert, der dem Tatort am nächsten sei.
Ändern wird sich hingegen etwas für den einen oder anderen Beamten. Insgesamt
rund 125 Polizisten tun zurzeit in Zuffenhausen und Freiberg Dienst, diese
Zahl wird laut Karpf "deutlich reduziert." Unter anderem würden fünf Freiberger
Dienstgruppenleiter und deren Stellvertreter frei, sie sollen an anderen
Standorten eingesetzt werden, eventuell auch in Zuffenhausen. Grundsätzlich
geht es der Polizei darum, Ressourcen besser und gerechter zu verteilen
und so an Quantität und Qualität zu gewinnen. Da die Reviere Willy-Brandt-Straße
und Mönchhaldenstraße in Zukunft zusammengelegt werden und im gemeinsamen
Revier Wolframstraße aufgehen, werden letztendlich aus den 16 Stuttgarter
Polizeirevieren 14.
Wie die Personalzahlen für Zuffenhausen und Freiberg im kommenden Jahr
genau aussehen, kann Karpf nicht sagen, da momentan noch die Planungen
laufen. Sicher ist, dass der Freiberger Revierleiter Werner Kischel im
Februar kommenden Jahres in Ruhestand geht. Dieter Steinmann wird auch
nach der Erweiterung die Geschicke des Zuffenhäuser Reviers leiten.
Seitens der Räumlichkeiten gibt es laut Karpf keine Probleme. "Das Zuffenhäuser
Revier hat für die kommenden Aufgaben alle Ressourcen, die es braucht."
Nicht nur Freiberger Beamte werden nach Zuffenhausen ziehen, auch in die
umgekehrte Richtung findet eine Bewegung statt. So wird beispielsweise
darüber nachgedacht, dass Zuffenhäuser Ermittlungsbeamte Räume in Freiberg
nutzen. "Ich rechne damit, dass in diesen Tagen die anstehenden Personalfragen
geklärt werden", sagt der Zuffenhäuser Revierleiter Dieter Steinmann.
Bereits am 1. Januar 2004 soll die Umstrukturierung erfolgen. Die Streifentätigkeit
in Zuffenhausen, Freiberg und Zazenhausen wird dann komplett über Zuffenhausen
abgewickelt. Die Rund-um-die-Uhr-Besetzung in Freiberg fällt weg, der
Posten hat täglich von 6.oo bis 21.oo Uhr geöffnet.
Von Bernd Zeyer, Stuttgarter Nachrichten,
"Hier im Stuttgarter Norden" vom 07.10.2003
www.stuttgarter-nachrichten.de
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