Nordostring: SPD für Planungsende

Kritik an IHK-Umfrage

Waiblingen (her) - Die SPD aus den Bereichen Waiblingen und Ludwigsburg fordert die sofortige Beendigung des Planfeststellungsverfahrens zum Nordostring.

Das Stuttgarter Regierungspräsidium, das die Planung der Asphaltpiste auf dem Schmidener Feld betreibt, blockiert nach Ansicht der Genossen durch sein Festhalten an diesem Verfahren die vorhandenen realisierbaren Varianten. In einem Gespräch mit Verkehrsplanem haben die Landtagsabgeordneten Claus Schmiedel (Ludwigsburg) und Katrin Altpeter (Waiblingen) sowie Regionalpolitiker und SPD-Gemeinderäte aus Remseck, Waiblingen und Fellbach mögliche wirksame und zugleich ökologisch verträgliche Möglichkeiten erörtert. Demnach sollte nahe der bestehenden Neckarbrücke "eine talgeführte Brücke im Gegensatz zur jetzt geplanten Viaduktvariante" gebaut werden. Für die Entlastung von Waiblingen-Hegnach wäre eine Südumfahrung samt Tunnel die sinnvollste Lösung.

Unterdessen hat die Arbeitsgemeinschaft Nordostring (Arge) "das endgültige Aus für den vierspurigen Nordostring" begrüßt. Eine Fernstraße durch die Hintertüre müsse verhindert werden. Heftige Kritik übt Arge-Vorsitzender Joseph Michl an der "einseitigen Umfrage der lndustrie- und Handelskammer" unter den eigenen Mitgliedern zum Nordostring: Auf den ersten Blick sei erkennbar, dass es um keine unvoreingenommene Erhebung eines neutralen Meinungsbildes über den Nordostring gehe, sondern "dass das Ergebnis bereits von vorneherein feststeht".

Stuttgarter Nachrichten vom 10.02.2007
www.stuttgarter-nachrichten.de

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